Follow:
Books

Rezension: „Den Mund voller ungesagter Dinge“ von Anne Freytag

Werbung

Noch vor dem erscheinen bekam ich überraschend von Heyne Fliegt ein Leseexemplar von Anne Freytags neuen Jugendroman „Den Mund voller ungesagter Dinge“ zugeschickt. Ich habe mich wirklich wie ein Honigkuchenpferd gefreut, denn letztes Jahr habe ich bereits „Mein bester letzter Sommer“ der Autorin verschlungen und mindestens fünf mal verschenkt, weil mich die Geschichte einfach so berührt hat. Und eben weil es mich so berührt hat, war ich auch auf den neuen Roman von Anne Freytag sehr gespannt. Ob er mit „Mein bester letzter Sommer“ mithalten kann, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest!

Klappentext von Heyn

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

Meine Meinung

Eins vorab: Ich habe den Roman gelesen, ohne mich vorher komplett über den Inhalt zu informieren. Ich habe eine Liebesgeschichte erwartet, aber die war dann doch sehr überraschend. Dazu gleich mehr! Der Roman ist wieder wunderbar aufgemacht, Cover sowie die Seitengestaltung sind sehr ansprechend.

Nun zum Inhalt, Anfangs konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es halb durch gelesene dann kam leider das Leben dazwischen und ich hatte etwas weniger Lesezeit, deswegen habe ich es jetzt erst so spät beendet. Die Geschichte ist allerdings wunderbar geschrieben, Anne Freytag schafft es schon wie in „Mein bester letzter Sommer“ mich direkt zu fesseln. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und werden durch Chatverläufe unterbrochen, was das ganze für mich „realer“ macht. Die Hauptperson der Geschichte ist Sophie, die irgendwie dauerhaft wütend ist. Das wird von anderen Blogger als sehr unsympathisch empfunden, das finde ich allerdings gar nicht. Denn genauso hätte ich als Teenie auch reagiert, wenn ich Sophies Probleme gehabt hätte:

Ihr Vater lässt sie kurz vor dem Abschluss von Hamburg nach München ziehen, weil er eine neue Freundin hat, die Sophie auch nicht mag. Ihr Vater überlässt Sophie überwiegend sich selbst und ihr bester Freund ist in Frankreich. Auf sich allein gestellt versucht Sophie das Leben in einer neuen Stadt, an einer neuen Schule zu meistern und dabei erwachsen zu werden. Ich finde man kann die Gefühle von Sophie wunderbar nachvollziehen und sie sind keineswegs übertrieben. Meine Teenagerzeit ist zwar schon ein bisschen her, aber ich weiß noch genau, dass man ziemlich schnell gereizt ist und immer irgendwie das Ende der Welt naht. Mit Sophie habe ich quasi eine Zeitreise in die Teeniezeit gemacht. Sophie ist allerdings keine Eingenbrödlerin, schnell macht sie Bekanntschaft mit dem Nachbarsmädchen Alex und ihren Freunden. Alex ist ein bisschen das Gegenteil von Sophie: Fröhlich, sportlich und extrovertiert.

ACHTUNG SPOILER – Weiterlesen auf eigene Gefahr!

Zwischen Sophie und Alex entwickelt sich schon sehr schnell mehr als nur Freundschaft. Davon war ich ziemlich überrascht, als nicht ahnende, weil ich mich vorher nicht über das Buch informieren wollte, sondern mich einfach von der Geschichte überraschen lassen. Und das war wirklich eine Überraschung, hab ich doch zu erst gedacht Sophie wird sich in ihren besten Freund verknallen. Ich finde es aber gut, dass das Buch hier mal nicht dem typischen Liebesroman Klischee folgt. Ich habe mir im Vorfeld zu dieser Rezension auch mal angeschaut, was andere Blogger so schreiben. Es gab viel Kritik über die Beziehung von Sophie und Alex: Zu viel Sex, zu übertrieben, zu glatt. Aber gerade das finde vollkommen okay. Anne Freytag vermittelt, dass es okay ist homosexuell zu sein und anfangs ein bisschen damit zu hadern. Außerdem finde ich die Geschichte gar nicht übertrieben, es wird kritisiert, dass Sophie und Alex lesbisch werden, weil der Sex mit Jungs nicht so gut war und jetzt ist er auf einmal super. Wenn man den Roman aufmerksam liest, merkt man aber schon von Anfang an, dass die Beiden irgendwie eine tiefere Bindung haben und es nicht nur am Sex liegt.

Fazit

Die etwas andere Liebesgeschichte, mal wieder super locker erzählt nimmt Anne Freytag ihre Leser wieder mit auf eine Gefühlsachterbahn. Man kann von Anfang an mit Sophie mitfiebern und sich in sie hinein versetzen. Das Buch möchte man nicht mehr aus der Hand geben und freue mich schon wieder auf einen neuen, tollen Roman von Anne Freytag!

Bewertung

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

von 5 Herzchen

Infos zum Buch

Titel: Den Mund voll ungesagter Dinge Autorin: Anne Freytag Verlag: heyne fliegt 14,99€ // 399 Seiten

ISBN: 978-3-453-27103-6

MerkenMerken
Share on
Previous Post Next Post

Das könnte dir auch gefallen...

No Comments

Leave a Reply