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Lifestyle, Travel Diaries

Travel Diary: Hamburg

Im März ging es für mich und meinem Liebsten nach Hamburg, für uns Beide war es das erste Mal in der Hansestadt. Während der Herr sich total gefreut hat, hatte ich noch im Zug Zweifel, ob mir die Stadt gefallen wird. Denn ich bin jemand der gerne historische Orte etc besucht, wenn man Hamburg und Berlin in diesem Punkt vergleicht, verliert Hamburg. Aber am Ende hat es doch gefunkt und ich habe mich in die Stadt verliebt…

Übrigens wartet am Ende des Beitrags auch ein YouTube Video für euch!

Hinkommen

Wir sind mit dem Zug der Deutschen Bahn nach Hamburg gefahren und haben die Tickets zum Sparpreis für je 40€ von Duisburg aus ergattern können – und das ohne BahnCard. Das war übrigens auch meine erste „Langstreckenreise“ mit der Bahn, also ein echtes Abenteuer 😄 Mit 30 Minuten obligatorischen Verspätung. Aber es war definitiv entspannter, als ein Trip mit dem Auto, so konnten wir beide chillen und was Lesen oder Musik hören.

Übernachten: Motel One am Michel

Da wir so positiv überrascht waren von unserem Aufenthalt in einem Motel One in Berlin, haben wir uns dazu entschlossen wieder ein Motel One zu buchen. Das Motel One am Michel ist sehr zentral gelegen: Reeperbahn, Millerntor Stadion, Michel, Landungsbrücken und Innenstadt waren maximal 1 km entfernt. Wir haben 90€ pro Nacht für das Zimmer inklusive Frühstück gezahlt, allerdings schwanken die Preise stark, je nach dem wann man die Stadt besuchen will. Gebucht haben wir direkt über die Hotel Website. Wer schon einmal in einem Motel One war, wird sich direkt heimisch fühlen, denn von der Einrichtung her sind alle Hotelzimmer gleich aufgebaut. Die Zimmer sind zwar recht klein, aber wozu brauch man bei einem Stadttrip schon ein großes Zimmer? Man ist ja eh die meiste Zeit unterwegs, die Hauptsache ist, dass das Bett bequem ist und das sind die Betten im Motel One definitiv! Dieses Mal haben wir auch Frühstück dazu gebucht, es gab eine solide Auswahl mit ein paar Extras: Leckere Zimtschnecken, Schokobrötchen, Müsli und Joghurt. Die Auswahl an Backwaren war auch mehr als okay. Allerdings kann es zu den Stoßzeiten schnell voll werden im Frühstücksbereich.

Tag 1 – Atemberaubende Aussicht vom Michel, Innenstadt & Touristenfalle Miniatur Wunderland

Aussicht vom Michel

Wir kamen so gegen 11 Uhr in Hamburg an, im Motel haben wir problemlos unsere Sachen unterstellen können, bis unser Zimmer bezugsfertig war. Da die Hauptkirche St. Michaelis, auch genannt Michel quasi auf der anderen Straßenseite ist, haben wir uns spontan dazu entschlossen auf den Turm zu gehen. Mein Freund ist tapfer über 450 Stufen gegangen, während ich bequem wie ich bin den Aufzug genommen habe. Oben in 83m Höhe angekommen hatten wir eine atemberaubende Aussicht über Hamburg. Es war allerdings an dem Tag sehr windig, weswegen man echt aufpassen musste, das einem das Smartphone nicht aus der Hand weht beim Selfies machen 😅 Bereits 1645 stand dort der erste Kirchenbau. Der heutige Bau wurde 1912 eingeweiht und ist eine der bedeutensten Barockkirchen Deutschlands. Ich muss zugeben, mich hat der Innenbau der Kirche auch schwer beeindruckt, einfach wunderschön!

Vom Michel sind wir innerhalb von 10 Minuten bequem zur Innenstadt gelaufen und haben uns die Alster, Alsterarkaden und Rathaus angeschaut. Auch ein kleiner Shoppingbummel war zeitlich drinnen, bevor es weiter zum Miniatur Wunderland ging. Das war ein Tipp von Familien und Freunden, das ganze als Spektakel groß angekündigt haben. Mich hat das ganze nur wenig umgehauen. Klar steckt da viel Arbeit hinter, aber Ticketpreise und Ausstellungsgröße passen nicht zusammen. Ich war eher enttäuscht und gelangweilt. Für jemanden, der sich für Modellbau interessiert ist das sicher spannender. Wir sind von der Speicherstadt dann in Richtung Innenstadt gelaufen, denn durch Instagram bin ich auf das Atelier F aufmerksam geworden, klar dass dort gegessen werden musste! Einfach ein tolles Ambiente und leckerem Essen und das zu super humanen Preisen 😊 Das Atelier F kann ich euch nur empfehlen!

 Tag 2 – Millerntor Stadion, Reeperbahn, Fischmarkt, Landungsbrücken und Reeperbahn am Abend

Am zweiten Tag haben wir zu Fuß die Stadt erkundet. Nach einem ausgedehnten Frühstück mit leckeren Franzbrötchen ging es zu erst zum Millerntor Stadion, der Heimat des FC St. Pauli. Leider befand sich der Hamburger Dom gerade noch im Aufbau, denn dieser ist das größte Volksfest in Norddeutschland und ich liebe Kirmes einfach. Der Dom findet drei mal im Jahr auf dem Platz vor dem Stadion statt. Nach einer kleiner Shoppingtour im Fanshop ging es nun Richtung Reeperbahn, wir wollten uns das ganze Treiben auch mal am Tag anschauen. Wir sind bis zur großen Freiheit raufgelaufen und dann links abgebogen, man läuft automatisch auf den Fischmarkt zu, der natürlich nur sonntags ist. Wir wollten uns trotzdem das Areal anschauen und haben einen kleinen Snack gegessen und die Aussicht auf die Elbe genossen. Gestärkt ging es weiter zu den Landungsbrücken. Bei dem schönen Wetter war es hier ziemlich voll. Mir hat der Mix aus vielen Menschen und den Abgasen der Touristenschiffe gar nicht gefallen.

Spontan haben wir uns für eine Stadtrundfahrt entschieden und sind einen der Busse gestiegen, die Fahrt hat 1 1/2 Stunden gedauert und alle Touristen Highlights abgedeckt. Ich fand auch die Fahrt um die Außenalster sehr schön. An den Haltestellen kann man auch aussteigen und mit dem nächsten Bus weiter fahren. Das hat sich wirklich gelohnt für unsere Füße und war eine nette kleine Auszeit.

Abends ging es für uns wieder auf die Reeperbahn, wir haben uns einen leckeren Burger gegönnt und uns das Treiben angeschaut. Natürlich sind dort viele Touristen unterwegs und es geht ziemlich Ballermann mäßig dort zu. Hat mich auch sehr an die Düsseldorfer Altstadt am Abend erinnert – wenn man sich jetzt mal die Laufhäuser weg denkt 😄 Mein Freund hat allein die Herbtstraße erkundet. War wohl sehr amüsant, kann ich leider nicht beurteilen weil Frauen dort nicht erlaubt sind. Der Holländer war aber etwas irritiert, weil Frauen dort verboten sind, in Amsterdam dürfen Frauen ja schließlich auch über De Wallen laufen. Die Große Freiheit war für mich eher die Große Enttäuschung, sieht ja im Fernsehen schon ein bisschen größer aus. Dort haben wir auch Olivia Jones gesehen, mein Freund war ein bisschen verwirrt, dass sich so eine Menschenmenge um diese schrille Frau bildet 😂

Tag 3 – Hamburg Dungeon, Hafenrundfahrt und Speicherstadt

Am letzten Tag unseres Trips haben wir es etwas gemütlicher angehen lassen: Über das Internet haben wir uns Komibitickets für den Hamburger Dungeon und eine Hafenrundfahrt gebucht. Das Kann ich euch nur empfehlen, weil ihr so ein bisschen Geld sparen könnt. Ich war ein bisschen angespannt, da ich bereits in Edinburgh im Dungeon war und das wirklich krass war und ich bin auch ein kleiner Feigling – Horrorfilme werden nur bei Tageslicht geschaut 😄 Allerdings war das beim Hamburger Dungeon gar nicht so schlimm, eigentlich war ich eher enttäuscht. Es war absolut nicht gruselig sondern eher komisch. Ich weiß nicht, ob das so beabsichtigt ist, aber ein bisschen Grusel habe ich schon erwartet. Klar die Schauspieler waren klasse, aber die Stories waren einfach nicht gruselig. In Edinburgh wurde man auch zwischendurch erschreckt und quasi von Leuten angesprungen, aber in Hamburg gibt es das anscheinend nicht. Schade, definitiv ausbaubar.

Nachdem unserem kleinen Abenteuer ging es zum Schiff, was ca. 600m entfernt abgelegt hat. Die Hafenrundfahrt war ziemlich cool und beeindruckend. Es war auch schön die Stadt mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. Kann euch auch nur empfehlen!

Nach der Rundfahrt haben wir uns nochmal die Speicherstadt und die Elbphilamornie in Ruhe angeschaut. An der Elbphilamornie haben sich gefühlt sämtliche Touristen der Stadt versammelt und dort hat sich auch eine riesen Schlange gebildet für die Besucher Terrasse. Wir waren froh, dass wir uns die Stadt schon vom Michel aus angesehen haben, ist natürlich um einiges höher!

Fazit

Und schon war unser Kurztrip vorbei. Hamburg ist wirklich eine schöne Stadt, wenn man die Touristenspots meidet. Das nächste mal möchte ich mir auch das Schanzenviertel anschauen, dafür hatten wir leider keine Zeit mehr gehabt. Natürlich bietet die Stadt nicht so viel historisches wie z.B. Berlin, aber man kann sich in der Stadt auf jeden Fall ein paar schöne Tage machen!

Hamburg Vlog

Und jetzt habe ich noch etwas besonderes für euch: Mein erster Vlog. Nicht der Beste, aber jeder fängt ja klein an. Die Ideen hatte ich spontan, deswegen habe ich es mit meinem iPhone gedreht – aber der nächste Vlog ist schon in der Mache und dieses Mal mit professioneller Kamera und Schnittprogramm 😄 Viel Spaß beim anschauen und folgt mir doch auf Youtube!

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