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Blogger Tipps

Bloggen für Anfänger Teil IV: Starte dein Blogger Business!

Dein Blog läuft schon einige Zeit lang erfolgreich und du willst damit Geld verdienen, aber die Kooperationsanfragen bleiben aus? Ich erkläre dir Schritt für Schritt, wie du aus deinem Hobby Blog ein kleines Business machst. Angefangen bei der Gewerbeanmeldung, Media Kit und Kooperationsanfragen, bis hin zum Angebote schreiben und dem Netzwerken auf Blogger Events!

Die Gewerbeanmeldung als Blogger

Wenn du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest, dann wirst du nicht drum herum kommen dich beim Finanzamt zu melden und ein Kleingewerbe zu eröffnen. Du darfst dann offiziell Rechnungen schreiben. Es gibt auch einen gewissen Freibetrag, den man nicht versteuern muss. Leider ist das in Deutschland von Stadt zu Stadt alles unterschiedlich, deswegen werde ich auf diesen Punkt nicht genau eingehen. Ihr solltet euch trotzdem in eurem Finanzamt darüber informieren.

Das Media Kit erstellen

Anklicken um zu vergrößern 🙂
Das Media Kit ist quasi euer Aushängeschild für euren Blog. In ihm sollten Unternehmen und andere

Kooperationspartner alle wichtige Daten zu eurem Blog sowieso zu euch selbst finden.

Daten die ins Mediakit gehören:
– Bio zum Blog & Autor (eventuell mit Bild)
– Seitenaufrufe total/pro Monat
– Unique Visitors & returning visitors
– Statistiken zu Aufrufen, Besuchsdauer, Seiten-aufrufen und Zielgruppe
– Social Media Kanäle &  Followerzahlen
– Eventuell bisherige Kooperationspartner
– Kontakt (E-Mail/Telefon)
– Blog Header & Adresse
– Datum der letzten Aktualisierung des Media Kits
Ich habe die oben genannten Daten alle in meinem Mediakit, da ich finde, dass diese für Unternehmen am interessantesten sind. Natürlich kann man auch das ein oder andere weg lassen, aber die unique visitors sind wirklich die wichtigste Zahl in eurem Media Kit, diese bekommt ihr zum Beispiel über Google Analytics raus.

Sollte man das Media Kit auf den Blog stellen?

NEIN! Ich sehe das leider viel zu häufig auch bei Buchblogs. Ein Unternehmen ist natürlich sehr an euren Zahlen interessiert, man will ja schließlich das bestmögliche Ergebnis in einer Kooperation erzielen, wenn ihr euer Media Kit vorab schon auf eurem Blog habt, schießt ihr euch eventuell ein Eigentor: Das Unternehmen ist von euch und eurem Blog begeistert und will mit euch kooperieren, klickt dann auf eurer Media Kit und trifft dann auf die harte Realität, leider sind die Zahlen nicht so toll. Dann halt nicht. Generell sollte man ein Media Kit auch nur auf Anfrage verschicken, also habt es immer parat, aber spielt nicht direkt am Anfang mit offenen Karten, das ist zwar nett, aber mit Nettigkeit ist noch keiner reich geworden. Ihr wollt eueren Blog wie ein Business führen, dann denkt auch so!

Wie kann ich ein schönes Media Kit selber machen?

Natürlich kann man das ganz schick mit Adobe Programmen erstellen oder mit Word. Aber es gibt auch schon viele schöne und günstige Template z.B. bei Etsy. Einfach mal dort nach „Media Kit Template“ suchen 🙂 Ihr solltet darauf achten, dass das Media Kit zu eurem Blogdesign passt und alles ein stimmiges Bild abgibt. Am besten wäre es, wenn ihr noch euren Header einbaut, da wären wir wieder beim Wiedererkennunsgwert! 🙂

Kooperationen – Was man beachten muss als Blogger

Kooperationen sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken aus dem Bloggeralltag. Von Produktkopperationen bis hin zu bezahlten Blogposts, mittlerweile ist alles dabei vertreten. In diesem Kapitel geht es darum, wie man solche Kooperationen auf die Beine stellt, wie man Angebote schreibt, was man als Blogger so für einen Blogpost verlangen kann und wie man das ganze auf dem Blog für den Leser verständlich kennzeichnet.

Nimm dein Schicksal in die Hand: Eigeninitiative!

Gerade am Anfang der Bloggerkarriere kann man lange warten, bis eine Kooperationsanfrage ins Postfach flattert, deswegen kann man auch ruhig die Initiative ergreifen und selber interessante Kooperationspartner anschreiben. Man sollte sich vorher genauestens über das Unternehmen informieren und auch mal schauen, wie bisherige Kooperationen dieses Unternehmens aussahen.
Dann haut man in die Tasten und schreibt eine liebenswerte, aber unaufdringliche E-Mail:

Hallo liebes X-Team,ich bin Max Mustermann, bin 22 Jahre alt und blogge seit 2013 leidenschaftlich auf meinem Blog XXX. Dort dreht sich alles um die Themen X, X und X. Zur Zeit habe ich 12.000 Seitenaufrufe und 5.000 unique visitors monatlich.
Ich finde euer Unternehmen interessant, weil…. und könnte mir deswegen eine Zusammenarbeit mit euch vorstellen. Diese würde so aussehen… .
Wenn ihr Interesse an einer Zusammenarbeit habt, würde ich mich freuen, wenn ihr euch melden würdet!

Wenn man als Buchblogger unterwegs ist, hat man es noch einfacher: Die Verlage kann man locker anschreiben und nach Rezensionsexemplaren fragen, manche haben dafür sogar eine Plattform. Außerdem gibt es auch spezielle Bloggerplattformen, z.B. den Blogger Club, dort kann man kostenfrei Beautyprodukte als Blogger testen. Auf Bloggerplattformen kann man sehr schnell an Kooperationen kommen, allerdings sollte man dann auch über die Produkte berichten, eine Vergütung findet ihr wenn überhaupt nur im kleinen Rahmen statt.
Außerdem solltet ihr den Kontakt zu PR-Firmen suchen, denn viele Unternehmen haben für Presseanfragen eine Agentur, die das alles abwickelt. Über die Agenturen wird man auch zu Blogger Events eingeladen.

Wie schreibe ich als Blogger ein Angebot für ein Unternehmen?

Nachdem das Unternehmen eine Kooperation eingewilligt hat, muss man ein Angebot schreiben, man muss nicht jeden Posten einzeln berechnen, sondern kann ein Paket schnüren:

Hallo X,
Für einen Blogpost mit 500 Wörtern nehme ich einen Preis von 200€.
Wie setzt sich dieser Betrag zusammen?
In diesem Preis sind Arbeitsaufwand, Photoshooting und Bildbearbeitung, eventuelle Materialkosten sowie die Streuung des Posts auf meinen Social Media Kanälen enthalten.
Was bekommt ihr dafür?
500 Wörter langen Blogpost
5 bearbeitete Bilder
Streuung auf Instagram, Facebook..
No-Follow Verlinkung

Verkaufe dich nicht unter Wert!

Wenn man mit seinem Blog Geld verdienen möchte, sollte man seinen Wert genau kennen! Wie viel ist eine Stunde Arbeit an einem Blogpost wert? Dabei sollte man nicht auf 8,50€ Mindestlohn zurück greifen. Den Blogpost schreiben, Bilder machen und bearbeiten und eventuelle Materialkosten wollen schließlich auch gedeckt werden!
Außerdem fließt in die Berechnung die Reichweite des Blogs mit ein, je höher, desto mehr Geld kann man natürlich verlangen. Wenn man noch eine Verlinkung für mindestens ein Jahr setzten soll, kann selbst ein kleiner Blog mindestens 100€ verlangen, der Wert richtet sich auch hier nach der Reichweite.
Ein Blog mit 12.000 monatlichen Seitenaufrufen und 5.000 Unique Visitors kann für einen Blogpost locker 250€ verlangen. Natürlich kann man auch immer noch mit dem Preis ein bisschen runter gehen, da sollte man sowieso ein bisschen Spielraum lassen.

Und was ist mit Produkt Kooperationen?

Diese Kooperationen werden in der Regel nur mit einem Produkt „bezahlt“, überlege dir gut, ob es wirklich Wert ist, für 5 Müsli Riegel einen Blogpost zu schreiben, oder einfach sinnlos einen PR-Text zu veröffentlichen!
Buchblogger erhalten Bücher meistens umsonst, für eine Leseratte kann das natürlich auch ganz gut sein, weil man sich das Buch eventuell auch selbst gekauft hätte und so wenigstens den Wert des Buches gespart hat. Das Gleiche gilt übrigens auch für Beautyprodukte.

Blogger Events & Visitenkarten

Das erfolgreiche Blogger Business steht! Nun möchte man natürlich Kontakte zu anderen Bloggern und PR-Agenturen und Unternehmen knüpfen. Dafür eigenen sich (Blogger) Events hervorragend! Natürlich sollte man auch nicht unvorbereitet kommen und schon ein paar Visitenkarten parat haben. Auf Visitenkarten kommen die wichtigen Infos: Blog Adresse, Name und E-Mail Adresse, Social Media Kanäle. Das Beste wäre natürlich, wenn eure Visitenkarte auch euren Blog widerspiegelt, dafür könnt ihr auf der Rückseite euer Blog Logo nutzen. Auch hier findet ihr schöne Templates bei Etsy!
Mit den Visitenkarten in der Tasche lässt es sich auch entspannt Netzwerken. Auf Blogger Events solltet ihr offen sein und den Kontakt zu den Unternehmen suchen, geht auf die Leute zu und sprecht sie an. Lasst euch die Produkte erklären und baut Kontakte auf, stellt euren Blog vor und erzählt ein bisschen über euch selber. Gleiches gilt auch mit dem Kontakt zu anderen Bloggern, denn das Bloggen muss kein Alleingang sein. Man kann prima voneinander lernen und sich gegenseitig Tipps geben.
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Wenn ihr euren Blog als kleinen Nebenjob ausbauen wollt, dürft ihr auch keine Angst vor Rückschlägen haben: Absagen sind leider Gang und Gebe, manchmal melden sich Unternehmen auch gar nicht mehr, nach dem man ihnen ein Angebot geschickt hat. Langsam spricht es sich aber auch dort rum, dass Blogger wirklich Zeit und Geld in ihren Blog investieren und dass niemand nur von Luft und Liebe leben kann!
Das war nun der vorletzte Teil meiner Blogger-Reihe, nächste Woche geht es um Blogger Wehwehchen 🙂
Lasst mich doch wissen, wenn ihr noch weitere 
Tipps für Blogger Anfänger habt!
 
Was waren eure größten Anfängerfehler?
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2 Comments

  • Reply Modernlady

    Hallo,
    vielen Dank für den tollen Artikel.
    lg
    Birgit

    26/11/2016 at 19:25
  • Reply Josy

    wow ein ganz toller Artikel. Du eröffnest mir gerade eine ganz neue Welt mit Möglichkeiten �� Danke für die tollen Tipps. Die kann man als Anfänger gut gebrauchen. Ich sehe z.B. auch oft, dass viele Blogger ihr Media Kit öffentlich machen und ich dachte auch, dass es Sinn macht. Danke für den Hinweis.

    29/11/2016 at 18:30
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