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Rezension: Hieronymus Bosch – Das vollständige Werk von Stefan Fischer

Die gewaltigen Werke von Hieronymus Bosch sind einfach immer ein Hingucker, ich bin auf diesen einzigartigen Künstler gestoßen, als ich sein Triptychon „Der Garten der Lüste“ in einer Ausstellung gesehen habe und war direkt fasziniert. Der niederländische Künstler lebte von 1450 bis zu seinem Tod 1516 in Den Bosch und ist vor allem durch seine einfallsreichen und zahlreichen Symbole bekannt. Man kann euch unendlich viel entdecken und reininterpretieren, deswegen begeistern mich seine Werke ständig auf’s Neue.
Umso mehr habe ich mich gefreut, als mir der Taschen Verlag „Hieronymus Bosch – Das vollständige Werk“ von Stefan Fischer zur Verfügung gestellt hat.

Du kennst Hieronymus Bosch noch nicht?
Dann schau dir den Garten der Lüste virtuell an,
mit zahlreichen Erklärung, auf jeden Fall einen KLICK wert!
Ein Vogelungeheuer, das Sünder verschlingt, nackte Körper in tantrischen Verrenkungen, ein Ohrenpaar, das eine geschärfte Klinge schwingt: Mit alptraumhaften Details und fantastischen Szenarien sicherte sich der Niederländer Hieronymus Bosch (um 1450–1516) seinen Platz als rätselhafte Ausnahmeerscheinung in der Kunstgeschichte. Auch ein halbes Jahrtausend nach seinem Tod fesseln seine außergewöhnlichen Visionen weiterhin nicht nur die Fachwelt.
Anlässlich seines 500. Todestages präsentiert diese großformatige TASCHEN-Monografie sämtliche Bosch-Werke in ganzseitigen Reproduktionen und zahlreichen Detailvergrößerungen, die die erstaunliche kompositorische Bandbreite des Künstlers und viele verborgene Details sichtbar werden lassen. Unter der fachkundigen Anleitung des Kunsthistorikers und Bosch-Fachmanns Stefan Fischer entdecken wir die zahlreichen faszinierenden Elemente, die jede Szene bevölkern, von Zwitterwesen zwischen Mensch und Tier über malerische Körperverunstaltungen bis hin zur ironischen Verbildlichung von Sprichwörtern und Redensarten. Besonderes Augenmerk gilt Boschs wohl berühmtestem Werk, dem hypnotisierenden, furchterregenden Triptychon Garten der Lüste.
Der Autor Stefan Fischer studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Klassische Archäologie in Münster, Amsterdam und Bonn. 2009 legte er seine Dissertation zum Thema „Hieronymus Bosch: Malerei als Vision, Lehrbild und Kunstwerk“ vor. Seine Forschungsschwerpunkte sind die niederländische Malerei des 15. bis 17. Jahrhunderts und die Museumskunde.
Dieses wirklich umfassende Buch über Hieronymus Bosch von Stefan Fischer bietet neben zahlreichen Bildern auch interessante Essays über Bosch. In sechs Kapiteln geht es um die Künstlerfamilie Bosch, seinen sozialen und künstlerischen Aufstieg und es wird ausführlich eingegangen auf die Werke Die Versuchung des Heiligen Antonius, Der Garten der Lüste, Das jüngste Gericht und seinen späteren Werken. Außerdem gibt es noch eine ausführliche Einführung sowie einen Epilog. Die einzelnen Kapitel sind getrennt durch goldene Seiten, die das Buch sehr schick wirken lassen und sich auch wunderbar zu den bildgewaltigen Werken passen.
Das Buch kommt in einem schönen Schutzumschlag mit einem Motiv aus dem Garten der Lüste, ohne den Umschlag ist das Buch einfach nur schwarz, mit einem goldenen Titel. Das wirkt ebenfalls ganz schön.
Wie ich bereits in der Einleitung geschrieben habe, bin ich ein echt großer Fan von Hieronymus Bosch geworden, da seine Bilder einfach so voller Fantasie strotzen. Er hat sich Tiere und Figuren ausgedacht, an die man so gar nicht denken würde. Die Bilder sind außerdem wie kleine Suchbilder von voller Details, man hat einfach immer wieder was neues zu Entdecken. Außerdem kann man dadurch auch einen Einblick in die damalige Kultur erhaschen. Ich wusste zwar, dass die Niederländer gerne Schlittschuh laufen, war dann aber doch überrascht ein Vogel ähnliches Wesen auf Schlittschuhen zu sehen, ich wusste nicht, dass es in der Renaissance bereits Schlittschuhe gab.
All diese kleinen Details sind einfach wunderbar und interessant. Dazu passt es auch wunderbar, dass es komplett Aufnahmen der Werke gibt, aber diese dann auch nochmal in einzelnen Ausschnitten gezeigt werden, damit auch wirklich jedes Detail sehen kann.
Auch die begleiteten Texte sind sehr interessant, ich habe den Verlag um die englische Ausgabe gebeten, aber auch da gibt es keinerlei Probleme die Texte zu verstehen, sie sind zwar nicht locker flockig geschrieben, aber trotzdem für Jedermann verständlich geschrieben. Auch die Themen sind sehr interessant, so erhält man vor allem zu seinen wichtigsten Werken ausführlich Informationen.
Dieses Buch ist perfekt für jeden Kunstliebhaber, es gibt viel zu entdecken und die Essays sind auch sehr interessant, man lernt sehr viel über die einzelnen Werke von Hieronymus Bosch. Der einzige Minuspunkt wäre, dass das Buch kein „Lesezeichen Bändchen“ hat 😀
❤︎ ❤︎ ❤︎ ❤︎ ❤︎
 
von
5 Herzchen
Titel: Hieronymus Bosch – Das komplette Werk
Autor: Stefan Fischer // Verlag: Taschen
Seiten: 300
Hardcover mit Ausklappseiten
Größe: 24 x 32,7 cm
ISBN: 978-3-8365-3831-2
In freundlicher Kooperation mit Taschen,
Das Buch wurde zu Testzwecken vom 
Verlag zur Verfügung gestellt.
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